07.11.2018

In Ratingen kann die kalte Jahreszeit kommen

Die Kommunalen Dienste der Stadt treffen umfassend Vorkehrungen für den Winterdienst

Noch zeigt der November seine farbenprächtige Seite bei recht milden Temperaturen und der Winter scheint in weiter Ferne zu sein. Doch im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die bevorstehende Winterperiode auf vollen Touren, damit sich die Ratinger Bürger demnächst auch bei winterlichen Bedingungen sicher auf den Straßen bewegen können. „Wenn das derzeitige Wetter umschlägt und Schneefall mit Glätte zu erwarten sind, werden unsere Winterdienstmitarbeiter sofort in Rufbereitschaft versetzt, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien - wenn nötig im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, informiert das Amt Kommunale Dienste in Ratingen über die städtischen Vorbereitungen auf den nahenden Winter. Das regelmäßige Einholen von Wetterdaten gehört derzeit zu den täglichen Aufgaben des Amtes. Auch in diesem Spätherbst trifft das städtische Amt frühzeitig und umfassend alle Vorkehrungen für den Winterdienst und hält dabei immer ein Auge auf mögliche Wetteränderungen, die einen sofortigen Einsatz notwendig machen. 
 
Mit dem Winterdienst kommen die Kommunalen Dienste ihren gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherheitspflichten in den verschiedenen städtischen Bereichen nach. So gibt es einen Straßenwinterdienst, einen Winterdienst für die öffentlichen Park- und Grünanlagen sowie einen für die Ratinger Friedhöfe. Insgesamt 104 städtische Mitarbeiter befinden sich dabei in Rufbereitschaft für den Winterdienst. 
 
Winterdienst auf den Ratinger Straßen
 
Allein 51 Mitarbeiter davon befinden sich in Rufbereitschaft auf dem Baubetriebshof der Stadt, um bei Wintereinbruch mit den Räum- und Streufahrzeugen, aber auch per Hand, insgesamt rund 328 Kilometer an Fahrbahn in Ratingen von Schnee und Eis zu befreien. Dazu gehört auch der Winterdienst an Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse: Hier müssen die Gehwege so von Schnee und Eis frei gehalten werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen sowie ein gefahrloser Zu- und Abgang zu den Haltestelleinrichtungen möglich ist. In jeweils zwei Schichten sind die Mitarbeiter mit vier Lkw’s (zweiachsige 18-Tonner), einem Multicar und einem Unimog unterwegs, um Sole und Salz zu streuen. Hinzu kommen zehn Pritschenwagen für Mitarbeiter, die per Hand Salz streuen – dort, wo die großen Fahrzeuge nicht zum Einsatz gelangen können. Der Zwei-Schicht-Dienst auf Ratingens Straßen beginnt um 3.30 Uhr und endet um 21.30 Uhr.
 
Als fahrradfreundliche Stadt haben die Kommunalen Dienste natürlich auch die Radwege im Blick und versuchen nach Kräften, hier zu helfen - dies natürlich erst, wenn die wichtigen Straßen geräumt und gestreut sind.
 
Winterdienst Stadtgrün
 
43 Mitarbeiter sind in diesem Jahr im Winterdienst der Abteilung Stadtgrün im Einsatz, wenn die Gehwege in Parkanlagen oder vor städtischen Liegenschaften von Schnee und Eis befreit oder frei gehalten werden müssen. Dabei kommen auf langen Gehwegstrecken Kommunalschlepper mit Anbaugeräten (Streuer und Schneebürste) zum Einsatz; kürzere und schmalere Einsatzstellen werden auch hier manuell durch den Einsatz von handgeführten Geräten (z.B. Agria-Einachsschlepper, Kehrbesen, Streuwagen) von Schnee und Glätte befreit.
 
Um die Umwelt zu schützen, kommen im Bereich Stadtgrün nur abstumpfende Streumittel zum Einsatz. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Darüber hinaus sind die Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten von Eis und Schnee frei zu halten. Nur in besonderen klimatischen Ausnahmefällen oder an gefährlichen Stellen (z.B. Eisregen, Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgänge, starkes Gefälle) darf von dieser umweltschonenden Streuweise Abstand genommen, dürfen Sole und Salz eingesetzt werden.
 
Winterdienst auf Friedhöfen
 
Für die Durchführung des Winterdienstes auf Friedhöfen in Ratingen sind insgesamt zehn Mitarbeiter eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, im Rahmen der allgemeinen Streupflicht die Bürgersteige außerhalb der Friedhöfe zu räumen. Um einen reibungslosen Bestattungsbetrieb sicherzustellen, ist es auch erforderlich, innerhalb der Friedhöfe die Hauptwege sowie den Zugang zu den Trauerräumen und Kapellen von Schnee und Eis zu befreien. Eingesetzt werden dabei Geräte wie Schneebesen, Schneeschild und auch eine Schneefräse. Bei großen Schneemengen werden die Friedhofsparkplätze auch mit einem Radlader geräumt. Hier beginnt die Rufbereitschaft um 6 Uhr und endet um 20 Uhr, auch an den Wochenenden.
 
Streusalzbestand aktuell: Die Silos sind voll
 
Auf dem Zentralmateriallager der Stadt, Robert-Zapp-Straße 3, werden rund 200 Tonnen Salz in einer Halle gelagert. Außerdem stehen auf dem Gelände des Baubetriebshofes, Sandstraße 25-27, zwei Holzsilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 400 Tonnen Salz. Diese beiden Silos sind derzeit randvoll. Darüber hinaus lagern in der Solemischanlage auf dem städtischen Zentralmateriallager 28.000 Liter Natriumchloridlösung. Diese Lösung wird beim Streuvorgang mit dem Salz vermischt und auf die Straße aufgebracht.
 
Winterdienstpflichten der Grundstückseigentümer
 
Aber nicht nur die Stadt Ratingen hat Winterdienstpflichten. Auch Grundstückseigentümer müssen bei Schnee und Eis auf sämtlichen Geh- und Fußwegen den Winterdienst durchführen. Diese Pflicht kann auch Dritten übertragen werden. Hierfür sollten jedoch klare vertragliche Regelungen vorhanden sein. Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Bürgersteige und Gehwege umgehend nach jedem Schneefall in einer Breite von ca. 1,50 Meter geräumt und bei Glätte sofort (durch abstumpfende Mittel, Streusalz nur bei besonderen Gefahrenstellen wie Treppen, Rampen o. ä.) bestreut werden. Der Schnee sollte zwischen Gehweg und Grundstück angehäuft werden, damit Fußgänger und Fahrzeuge möglichst wenig gefährdet oder behindert werden.
 
Bei der Schnee- und Glättebeseitigung sind folgende Zeiten einzuhalten:
  • tagsüber (7 bis 20 Uhr) muss der Schnee nach Beendigung des Schneefalls bzw. die Eisglätte nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden, 
  • abends (nach 20 Uhr) gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.
Grundsätzlich dürfen nur abstumpfende Mittel, wie beispielsweise Sand, Granulat oder Splitt benutzt werden. Streugutreste sind nach dem Abtauen unverzüglich zu beseitigen, um ein Rutschen hierauf zu vermeiden. Darauf macht das Amt Kommunale Dienste aufmerksam.
 
Kommunale Dienste
Stadt Ratingen
Zuständiges Amt

 

Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

Telefon 02102 550-1063 
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