10.12.2018

Caritas Stromspar-Check in Ratingen: Klimaschutz-Maßnahme hilft in einkommensschwachen Haushalten, Energie und Kosten zu sparen

Haushalte mit geringem Einkommen in Ratingen haben dank individueller Beratung und Einsatz moderner Energiespar-Technik pro Jahr durchschnittlich 163 Euro mehr im Geldbeutel. So unterstützt der Stromspar-Check der Caritas aktiv den kommunalen Klimaschutz auch in Ratingen. Seit 2008 wurden bundesweit hunderttausende Haushalte durch Stromsparhelfer beraten und für den Klimaschutz sensibilisiert.
 
Im Rahmen des Klimaschutzmanagement der Stadt Ratingen wird das Projekt nun zusätzlich unterstützt und beworben: Martin Gentzsch, Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent für den Klimaschutz in Ratingen, begrüßt, dass ein Budget zur Unterstützung des Projektes eingeplant ist: „Für mehr als 80 Stromspar-Checks übernimmt die Stadt Ratingen im Jahr 2018 einen Zuschuss von 50 % der anfallenden Kosten.“
 
„Die verschiedenen Beratungsangebote und Energieprojekte für Haushalte werden durch das Klimaschutzmanagement beworben und unterstützt. Der Stromspar-Check richtet sich dabei gezielt an einkommensschwache Haushalte“, ergänzt Elena Plank, Klimaschutzmanagerin der Stadt Ratingen.
 
Die zusätzliche Förderung von knapp 3.000 Euro von Seiten der Stadt unterstützt die Initiative des Deutschen Caritasverbands und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) vor Ort zusätzlich. Bislang wurde der Stromspar-Check nur überörtlich vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative sowie von der EnergieAgentur.NRW gefördert.
 
„Insgesamt haben in Ratingen seit 2008 mehr als 525 Haushalte mit geringem Einkommen am Stromspar-Check teilgenommen. Dadurch haben sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet, denn es wurden mehr als 841.880 kg CO2-Emmissionen vermieden“, erklärt Vadim Khmelnytskyy, Projektkoordinator im Energiesparservice der Caritas.
 
Darüber hinaus profitiert die Stadt Ratingen auch direkt von den gesunkenen Energie-rechnungen, denn die Kommune trägt – zusammen mit dem Bund – die Kosten der Unterkünfte bei Beziehern von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung. Hochgerechnet über die Projektzeit wurden somit circa 60.000 Euro eingespart.
 
„Bei Interesse an einem Stromspar-Check können sich Haushalte mit geringen eigenen Einkünften direkt an den Caritasverband wenden“, fügt Thomas Rasch von der Caritas hinzu. Der Caritasverband berät im Kreis Mettmann mit seinem geschulten Team. Dabei werden zunächst Energie- und Wasserverbrauch vor Ort individuell ermittelt und analysiert. In einem zweiten Haushaltsbesuch wird dann die jeweils notwendige Energiespar-Technik eingebaut. Zudem geben die Stromsparhelfer Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten im Alltag.
 
Neuerdings wird auf Wunsch auch zum sinnvollen Heizen und Lüften beraten und entsprechende Soforthilfen verteilt. Auch das zur Verfügung gestellte Raumthermometer motiviert zur Temperaturüberprüfung. Denn bei Reduzierung der Raumtemperatur um nur ein Grad werden sechs Prozent Heizenergie eingespart. Und auch eine nachträgliche Isolierung undichter Fenster lohnt sich: In einer 70 m²-Wohnung können pro Jahr bis zu 600 kWh eingespart werden.
 
Nach einem halben Jahr werden bei einem dritten Haushaltsbesuch Fragen zur Nutzung der Soforthilfen (z.B. Raumthermometer, Energiesparlampe etc.) gestellt und erneut zum Energiesparen motiviert. Anhand der Rechnungen werden die bei den ersten beiden Haushaltsbesuchen errechneten Einsparungen mit dem aktuellen Energieverbrauch verglichen. So wird ein genauer Überblick darüber gewonnen, welche Energie eine Familie durch die Beratung und die eingebauten Soforthilfen tatsächlich eingespart haben.
 
Weitere Informationen zum Stromspar-Check erhalten Interessierte auf der städtischen Klimaschutz-Webseite www.klimaschutz-ratingen.de unter „Service und Information“ oder beim Caritasverband für den Kreis Mettmann unter Tel. (02104) 9262-0 oder per Mail: stromspar-check@caritas-mettmann.de.
 
 
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Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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